Minimal invasive Therapie
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Minimal invasive Therapie
Lasertherapie

Die Vorstellung, mit Lichtenergie den Körper gezielt behandeln zu können, hat seit der Erfindung des Lasers Anfang der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts die Menschen fasziniert. Aufgrund der physikalischen Zusammenhänge sind einige Wirkungen sehr naheliegend, wie die Absorption der gebündelten elektromagnetischen Energie an einem Ort zur Erzielung von Abtrageffekten oder Stoßwellen oder lokalen Temperaturerhöhungen. Die Formen der Therapie haben sich von einem Ersatz konventioneller Energiequellen, wie der HF-Chirurgie oder Elektromedizin, weiterentwickelt und gehen von der Photodisruption bei der Laserlithotripsie über das Schneiden bzw. gezielte Gewebeabtragen (Photoablation), die Koagulation (z.B. zur selektiven Gefäßverödung) bis zur lokalen thermischen Koagulation in der In-situ-Thermotherapie (LITT) zur Tumordestruktion von Lebermetastasen.




Neben der direkten Wirkung durch Umwandlung der Lichtenergie in Wärme kann Licht auch eine photochemische Wirkung auslösen. Diese Wirkung ist von den im Körper vorhandenen Stoffen abhängig und kann durch extern zugeführte Photosensibilisatoren als Photodynamische Therapie (PDT) zu einer selektiven Zerstörung von Tumoren führen. Voraussetzungen für eine erfolgreiche PDT in der Praxis sind eine homogene Bestrahlung und eine ausreichende (aber nicht zu hohe) Konzentration der Photosensibilisatoren im Gewebe. Für die homogene Bestrahlung werden geeignete Applikatoren benötigt, die an der Körperoberfläche (Haut) oder in Hohlorganen (z.B. Speiseröhre, Blase, etc.) die für eine sichere Zerstörung der Tumore oder Tumorvorstufen (Dysplasien) benötigte Lichtenergie auf dem Gewebe verteilen. Durch die Pharmakokinetik systemisch verabreichter Photosensibilisatoren kommt es auch zu einer Verteilung in anderen Bereichen des Körpers, wie z.B. der Haut. Die Reduktion von Nebenwirkungen durch Begrenzung der auf zu schützende Bereiche eingestrahlten Lichtmenge erfordert bislang eine komplette Abschottung des Patienten von allen Lichtquellen, angefangen vom Tageslicht bis hin zum Fernsehbild (jeweils abhängig von der Konzentration des Photosensibilisators im beleuchteten Gewebe, z.B. der Netzhaut). Eine Verbesserung dieser belastenden Situation ist nur mit einer genauen Erfassung der Lichtmenge und einem vertieftem Verständnis der zugrundeliegende Schädigungs- und Reparaturmechanismen möglich. Die LMTB forscht in diesem Bereich der PDT-Dosimetrie.

Dosimetrie



Die von der LMTB entwickelte Simulationssoftware LITCIT ermöglicht die 3D-Berechnung der während einer LITT-Behandlung auftretenden Temperatur und Strahlungsverteilung unter Berücksichtigung der Wärmeableitung durch die großen Blutgefäße.

Die Zusammenhänge zwischen Wellenlänge, Eindringtiefe, Energiedichte und Wirkungsweise werden von der LMTB in Kursen weitergegeben, die auch die entsprechende Sachkunde und Qualifikation zum "Laserschutzbeauftragten" vermitteln. Unsere Dienstleistungspalette für die Industrie beinhaltet z.B. die Produktvalidierung eines Dentalhandstücks oder Resterilisierbarkeitsuntersuchungen an Lichtleitfasern.